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Wälder

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Rheinwald

Der Rheinwald ist der bei weitem größte Wald Helmlingens. Er bedeckt ungefähr ein Drittel der gesamten Gemarkung. Er liegt auf den Gewannen Fahrkopf, Salmenkopf, Kälberwörth, Schneiderskopf, Gründe, oberer Gayling, Mittelkopf, Beilenkopf und Rubenkopf. Ein Teil des Rheinwaldes bildet das Naturschutzgebiet „Mittelgrund Helmlingen“.
Trotz der ganzen baulichen Veränderungen durch die Rheinbegradigung und die Acher-Rench Korrektion ist der Rheinwald teilweise der reinste Dschungel. An vielen Stellen ist es aufgrund des dichten Pflanzenbewuchses fast unmöglich, den Wald zu durchqueren.
Aufgrund der vielen Altwasser, der Rench, dem Rhein und dem Mühlbach, welche das Waldgebiet durchziehen, kommt es vor allem im Frühjahr zu Hochwassern, die oft große Teile des Rheinwaldes überschwemmen. Die Hochwasser hinterlassen dann kleine Tümpel und Auen, die dem Wald seinen charakteristischen Eindruck verleihen.
Seit einigen Jahrzehnten ist das Bild von Teilen des Rheinwaldes jedoch wieder stark im Wandel. Der Kiesabbau hat einen riesigen Baggersee erschaffen. Durch ihn wurde ein großer Teil der Wälder und Altwasser zerstört. Auch wenn man wohl baldig auf ein Ende des Kiesabbaus hoffen kann, wird sich die Natur nur sehr langsam und schwer davon erholen.

Auwald

Dieses Wäldchen grenzt an die Gewanne Au und Halbmatt, direkt neben dem Bolzplatz.
Der Auwald ist ein recht naturbelassenes, kleines Waldstück, welches vom Holzlach-Bach durchzogen wird. Dieser hat an den Ufern für eine teils sehr üppige Vegetation gesorgt. In den letzten Jahren hat dort vor allem das Springkraut, eine invasisve Pflanze aus dem Asiatischen Raum, überhand genommen.

Grünwald

Das Gebiet des Grünwaldes bestand vor langer Zeit zum Großteil aus einem Altrhein. Als dieser allerdings langsam verlandete, nahm der Wald an Größe zu. Heute befinden sich an größeren Gewässern nur noch der Stauferweiher und der Rheinniederungskanal in dem Wald, an vielen Stellen kann man aber noch immer Sümpfchen und Tümpel finden. Hier befanden sich einst große Wasserflächen. „Grün“ hat in erster Linie nichts mit der Farbe zu tun, sondern stammt von „Grien“ = „sandiges Ufer“.

Plonwald

Der Plonwald besteht aus zwei Waldschneisen, die im Süden spitzförmig zusammenlaufen. Der südwestliche Teil liegt auf dem ehemaligen Verlauf der Rench vor ihrer Begradigung, während der andere Teil im Nordosten sich am ehemaligen Ufer der früheren Rheininsel Appenwörth entlangstreckt. Heute zeugen nur noch kleine Gräben, die nicht einmal permanent Wasser führen, von den einst so großen Wasserflächen. Auch das Gebiet zwischen den Waldschneisen war noch im 19. Jhdt. Waldgebiet, ist mittlerweile aber vollständig in Ackerland umgeformt worden. Leider musste vor wenigen Jahren auch ein größerer Waldabschnitt an der „Spitze“ gefällt werden, sodass der Plonwald nun vollends in zwei Teile getrennt ist. Neben den meterdicken Baumstümpfen, die dort noch im Erdboden stecken, wurden aber bereits neue Bäumchen gepflanzt.

Seewald

Der Seewald liegt im Gewann See östlich der L75. Er ist ein kleiner, länglicher Wald, der zu drei Vierteln auf der Gemarkung Helmlingen liegt.
An sich ist der Seewald ein typisches Wäldchen mit recht dichtem Bewuchs. An seiner südlichen Grenze liegt der Seegraben. Dieser ist ein kleiner Wassergraben welcher periodisch durch hohes Grundwasser ein Stillgewässer darstellt. Er ist dis zu 20 Zentimeter tief und oft stark überwuchert. Das größte Problem des Seewaldes ist wohl die schon genannte ehemalige Bundesstraße, die nur etwa 50 Meter vom Wald selbst entfernt ist. Sie sorgt für eine laute Geräuschkulisse, was für die Natur alles andere als förderlich ist.

Dörnauwald

Der Dörnauwald ist der einzige Privatwald der Gemarkung Helmlingen. Er wurde vor einigen Jahrzehnten von der Familie Staufer angepflanzt. Vorher befanden sich hier einige Matten.
Dass der Wald nicht komplett natürlich ist, wird recht schnell klar, sobald man ihn betritt. Er ist nicht sonderlich dicht bewachsen und viele der Bäume sind eher klein.
Der Molkereigraben läuft mittig durch den Wald und zerteilt ihn in zwei Teile.

Hinterwörth

Vom Hinterwörth gehört nur ein verschwindend kleiner Teil zu Helmlingen, vor allem das Waldstück, das das Hellwasser umgibt. Hier gibt es auf viele Wassergräben welche durch den Wald führen und im Hellwasser enden. Diese liegen aber meist trocken. Durch Aufforstung hat sich dieser Teil in den letzten Jahren aber stark vergrößert: Sowohl im Vogelwörth, als auch im Unteren Gayling wurden ehemalige Ackerflächen als Ausgleichsfläche für den Kiesabbau in Wald umgewandelt. Bis auf diese neuen Waldstücke ist der gesamte Helmlinger Abschnitt des Hinterwörths Teil des Naturschutzgebietes Hinterwört-Laast und von einem Stromzaun umringt.

Fünfheimburgerwald

Der Fünfheimburgerwald war einst ein Genossenschaftswald, an dem Helmlingen Teilbesitzer war. Im Jahre 1801 wurde der Genossenschaftswald wegen Streitigkeiten jedoch an die Waldgenossen, die fünf „Heimburgen“, genaustens verteilt. Seitdem besteht der Teil Helmlingens aus zwei separaten Gebieten, die sich stark voneinander unterscheiden. Der südliche Teil ist heute ein Waldgebiet, welches zur Holzgewinnung genutzt wird. Die Bäume stehen dort in geraden Linien und sind auch nicht sonderlich alt. Die nördliche Exklave hingegen ist ein großer Acker. Der Fünfheimburgerwaldgraben bildet die östliche Grenze beider Exklaven.